
Sehr geehrte Damen und Herren,
als die Deutsche Gesellschaft für Qualität im Jahre 1989 ihre Forschungs-vereinigung Qualität e.V. (FQS) gegründet hat, ist sie von einer Vision getrieben worden: fortschrittliches, innovatives Wissen zu generieren und in ver-schiedenen Formen in die Wirtschaft zu transferieren. Auf diese Weise ist im Laufe der Jahre ein kompetentes Netzwerk entstanden, in dem das Qualitätsmanagement in Deutschland auf wissenschaftlicher, aber dennoch sehr anwendungsorientierter Basis vorangetrieben und weiterentwickelt worden ist.
Seit 20 Jahren sind viele Unternehmen der deutschen Wirtschaft - darunter nicht nur große, sondern auch kleine Firmen, Forschungsinstitute, zahlreiche Wissenschaftler und Experten im FQS-Netzwerk vereint. Fördermittel vom Bund fließen jährlich über den FQS-Haushalt in zukunftsträchtige Forschungsvorhaben. Hinzu kommen in Zukunft auch Fördermittel aus der Europäischen Union. Dadurch ist in der FQS ein großer Fundus innovativen Wissens geschaffen worden. Wissen, das Jahr für Jahr durch gezielte Projektarbeit in die betriebliche Praxis transferiert wird. Wissen, das wir als DGQ und viele Partner in Wirtschaft oder Wissenschaft zur Weiterentwicklung der fachlichen Kompetenzen nur abzurufen brauchen.
Was die 20-jährige FQS-Geschichte anbelangt, gilt eine These:
„Das Wettbewerbspotenzial des Qualitätsmanagements ist unerschöpflich“.
Diese These scheint heutzutage – inmitten einer der schwersten Wirtschaftskrisen - auch deshalb wichtig zu sein, weil die Einsicht, dass die Förderung von Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Qualität die Innovationskraft unserer Unternehmen stärkt, derzeit nicht in allen Bereichen der Wirtschaft und der Politik vorhanden ist.
Die FQS-Forschungstagung 2009 und die Jubiläumsfeier sollen in eindrucksvoller Weise zeigen, welche Innovationskraft auf dem Gebiet des Qualitätsmanagements vorhanden war, ist und sein wird. Sie soll aber auch die Leistungsfähigkeit unserer Hochschulen und Forschungsinstitute aufzeigen sowie das Engagement der Wirtschaft an Forschungsprojekten mitzuwirken.
Ich hoffe daher, dass nach Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen möglichst viele Teilnehmer, ob aus Wirtschaft, Forschung oder anderen Organisationen, aus den Jubiläumsveranstaltungen interessante Erkenntnisse aus „20 Jahren FQS“ mitnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Jürgen Varwig
Präsident DGQ e.V.
„Qualität ist kein Zufall.
Es gehören Intelligenz und Wille dazu,
um ein Ding besser zu machen.“
John Ruskin (1819 – 1900),
britischer Schriftsteller und Sozialphilosoph
Als die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) im Jahr 1989 die Gründung der zunächst so genannten Forschungsgemeinschaft Qualitätssicherung e.V. (FQS) initiierte, da waren eine Menge Intelligenz und ebenso viel Wille im Spiel. Diese Gründung wurde in der festen Überzeugung vollzogen, dass einer effizienten Qualitätssicherung in der Wirtschaft eine stetig wachsende Bedeutung zukommt. Um diesem Erfordernis Rechnung zu tragen, sollte die neue FQS anwendungsorientierte Forschung zur Qualitätssicherung und eine darauf aufbauende Entwicklung neuer Ansätze auf diesem Gebiet anstoßen und koordinieren, damit Qualität eben nicht dem Zufall überlassen bleibt. Die Gründung der FQS erfolgte dabei im erklärten Hinblick auf eine Mitgliedschaft dieser Forschungsgemeinschaft in der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF), die noch im Geburtsjahr der FQS vom Präsidium der AiF genehmigt wurde.
Die AiF tritt seit ihrer eigenen Gründung im Jahr 1954 für Forschung und Entwicklung zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen ein, denn Unternehmen dieser Größe sind aus eigener Kraft kaum in der Lage, Forschungsvorhaben zur Weiterentwicklung ihrer Leistungsfähigkeit zu finanzieren und durchzuführen. Im Rahmen gemeinnütziger Forschungsvereinigungen, welche sich zur AiF als ihrer Dachorganisation zusammengeschlossen haben, können diese Unternehmen gemeinsame und folglich vorwettbewerbliche Forschung betreiben. Die Vorhaben dieser industriellen Gemeinschaftsforschung werden über die AiF aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Dabei versteht sich die öffentliche Förderung als Hilfe zur Selbsthilfe der mittelständischen Industrie.
Die Jubilarin FQS zählt seit nunmehr schon 20 Jahren zu den mittlerweile rund 100 Forschungsvereinigungen der AiF. Ihr Anliegen ist querschnittsorientiert, denn Qualität geht alle an und die Forschungsvorhaben der FQS sind daher von einer branchenübergreifenden Relevanz. Was dabei in 20 Jahren auf die Beine gestellt wurde, das kann sich wahrlich sehen lassen. Die Statistik der AiF führt bis heute 64 Gemeinschaftsforschungsvorhaben der FQS auf, die über die AiF mit insgesamt rund 11,5 Millionen Euro aus dem Haushalt des BMWi gefördert wurden. 43 verschiedene Institute aus unterschiedlichen Bereichen unserer Forschungslandschaft waren oder sind in die Durchführung dieser Vorhaben eingebunden. Durchschnittlich koordiniert die FQS dabei etwa drei Vorhaben der industriellen Gemeinschaftsforschung im Jahr. Im letzten Jahr 2008 belief sich die Summe der dafür über die AiF eingesetzten Fördermittel des BMWi auf bemerkenswerte 822.000 Euro.
Wie sagte es Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler in seiner Rede anlässlich der Jahrestagung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) am 23. Juni 2008 in Berlin so treffend: „Deutschland sollte nie den Vorteil verspielen, den Ruf zu haben: Wir liefern Qualität. Wenn wir das schaffen, werden wir in jeder Art von Wettbewerb bestehen.“ Dem kann ich nur zustimmen und ich kann nur hoffen, dass die FQS auch künftig ihren engagierten Beitrag zu diesem guten Ruf liefern wird. Dann werden Ideen auf ihrem Gebiet auch weiterhin eine Zukunft haben und die AiF wird das auch weiterhin gern unterstützen: Herzlichen Glückwunsch zum runden Geburtstag und alles Gute!
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Dr.-Ing. Thomas Gräbener
Präsident der AiF,
Geschäftsführer der Gräbener Pressensysteme GmbH & Co. KG